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Big Brother is playing MMOs. Eigentlich hätte man es sich ja denken können. Warum sollte es bei virtuellen MMO-Welten anders laufen als bei Facebook. Unter der Überschrift “Überwachung sozialer Netzwerke in Online-Rollenspielen” schreibt Hartmut Gieselmann im c´t Magazin einen sehr interessanten Artikel:

“Betreiber von Online-Rollenspielen protokollieren jede Aktion ihrer Spieler sekundengenau. Scheinbar unverfängliche Verbindungsdaten liefern tiefe Einblicke in die Struktur der Spielergruppen. Die Hersteller nutzen ihr Wissen, um die virtuellen Welten attraktiver und profitabler zu gestalten. Mit den gleichen Methoden spüren Geheimdienste auch Terrornetzwerke auf.”

Den kompletten Artikel findet Ihr unter diesem Link auf das c´t Magazin.

Ein Grund mehr, sich künftig über Anonymisierung und Pseudonymisierung noch mehr Gedanken zu machen.

Der Design Guide wurde begonnen und die Grundprinzipien des Spiels niedergeschrieben. Weiterhin gibt es in diesem Blog nun eigene eigene Rubrik die sich hier findet: “Star Colony Online

Grundprinzipien:

  • Reisen mit moderater Geschwindigkeit
  • Entbehrungen notwendig und sinnvoll
  • kein klassisches “Leveling”
  • Gruppenbasiertes Spiel
  • SvS statt PvP
  • Nichtlineares Endgame
  • Sandbox-MMO
  • Spieltempo spielergesteuert
  • Qualitativer Ausrüstungserwerb
  • Die Erläuterungen zu den Einzelnen Punkten finden sich im Design Guide.

    Infinity: The Quest For Earth ist ein sich in der Entwicklung befindendes Weltraum MMO. In Infinity kontrolliert der Spieler ein Raumschiff, mit dem er Galaxien und Planeten bereisen kann. Das Spielprinzip folgt dabei der Tradition von Klassikern wie Elite oder Privateer.

    Zufall oder einfach nur der alte Spruch “Zwei Dumme, ein Gedanke”. Da zerbreche ich mir seit einiger Zeit über ein neues MMO Konzept den Kopf (siehe “Star Colony Online”) und dann finde ich just ein Projekt, welches bereits seit etlichen Jahren in der Mache ist. Es handelt sich um Infinity: The Quest for Earth. Abgeschaut habe ich mir da nichts (da ich es bislang nicht kannte), es ist reiner Zufall, aber es beweist, dass meine Ideen nicht so abwegig sind, als dass sich nicht bereits andere damit beschäftigt hätten. Und der gute Flavien Brebion hat einiges auf dem Kasten was die Programmierung angeht. Er macht weitgehend alles alleine. Daneben gibt es noch eine Reihe von ehrenamtlichen “Contributors”. Publisher oder Finanzinvestoren sind derzeit (noch) nicht in Sicht.

    Das Spiel ist bis auf die von Flavien selbst entwicklete Engine eine Art Open Source Projekt. Einen Release-Termin gibt es noch nicht. Irgendwie freue ich mich, dass soviele meiner Ideen bereits ausgearbeitet wurden, auf der anderen Seite nimmt es mir etwas den Wind aus den Segeln, was das eigene Konzept angeht. Sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus, aber eine Veröffentlichung steht wie gesagt “in den Sternen”.

    Abseits der begangenen Pfade. Innovativ. Nicht irgendein Klon. Den Wünschen der MMO Community folgend, fesselnd und gespickt mit Abenteuern. Nachhaltig, offen, immersiv und sich selbst ständig neu erfindend.

    So müsste es aussehen, ein neues MMO das den Titel Next Gen MMO mit Recht tragen dürfte. Es ist an der Zeit eine Vision zur Mission zu machen.

    Fangen wir an zu planen. Was benötigen wir: ein Setting? Fantasy, Sci-Fi, Shooter oder Sandbox-Sim… das gibt es alles bereits. Konkurrenz kann sicher nicht schaden und mit der richtigen Mischung vieler Genres würde es viele Interessengruppen ansprechen. Hier mal die Fakten im Schnellüberblick:

    Titel: Star Colony Online (Arbeitstitel)
    Entwicklungsstadium: Konzeptphase, in Planung
    Hauptthema: Kolonialisierung des Weltraums im Jahr 2100

    Features

    - realitätsnahe Raumnavigation
    - Besiedelung von Planeten durch autonome Kolonien
    - Bau von Raumstationen, Raumdocks, Sprungtoren
    - Raumkreuzer mit bis zu 100 Spielern Besatzung
    - Trägerschiffe mit Jäger-, Raumfähren- und anderen Schiffsbesatzungen
    - technologisches, offenes Crafting-System mit Forschungsschwerpunkt
    - Housing auf Schiffen, Stationen und Kolonien
    - Rangsystem, welches sich durch erlernte Fähigkeiten permanent verbessert
    - realitätsnahes Kampfsystem
    - Soziale Interaktion mit “Gilden” in Form von Schiffs- und Stationsbesatzungen
    - schrittweise Entdeckung neuer Zivilisationen

    Schwerpunkt

    Im Gegensatz zu herkömmlichen MMOs, die sich weitgehend solo bewältigen lassen und in denen soziale Interaktion nur rudimentär stattfindet (keine Auswirkung des Sozialverhaltens auf das Spiel) soll der Schwerpunkt dieses MMO in der gemeinschaftlichen Aktivität der Spieler bestehen.

    Dies soll dadurch erreicht werden, dass z.B. ein Spieler fester Bestandteil einer Schiffs- oder Stationsbesatzung mit einer ihm speziell übertragenen Rolle sein wird. Innerhalb dieser Rolle erfüllt er Aufgaben, die der Gemeinschaft dienen. Er kann entsprechend seiner Fähigkeiten im sozialen Gefüge auf- oder absteigen. Z.b. kann ein Kampfpilot, der seine Ausbildung auf der Akademie abgeschlossen hat auf einem Träger anheuern und fortan im Rahmen der Missionen des Trägerschiffs als Eskorte, Abfangjäger oder Landekommando tätig werden. Je nach Einsatz, Können und Motivation kann er sich im Laufe der Zeit eine wichtigere Rolle bis hin zum Kommandanten des Trägerschiffs erarbeiten. Besonders fähige Kommandaten können zum Ratsmitglied eines interstellaren Rats oder zum Botschafter aufsteigen. Es gibt nahezu eine unbegrenzte Anzahl von Entwicklungsmöglichkeiten. Aufstieg ist aber dabei nicht das Ziel, denn auch als “einfache” Besatzung und als Spezialist in seiner Rolle (z.B. Triebwerkstechniker, Navigator, Koch, Arzt oder Barmann) kann ein Spieler Ruhm und Anerkennung erwerben.

    Gilden im engeren Sinne wird es nicht geben. Die soziale Einheit wird z.B. das jeweilige Raumschiff oder die jeweilige Raumstation bzw. Planetenkolonie sein. Ein Wechsel innerhalb dieser Einheiten soll problemlos möglich und gewünscht sein. Innerhalb der jeweiligen sozialen Einheiten wird es wiederum ein auf die Einheit heruntergebrochenes individuelles Interagieren geben (z.B. in Form eines klassischen Rollenspiels, mit Intrigen, Diplomatie, Macht und Abenteuer). Politische Verflechtungen werden an der Tagesordnung sein.

    Anfangsszenario

    Der Lebensraum Erde ist fast vollständig ausgebeutet, Ressourcen sind knapp, Pandemien grassieren und die Menschheit ist technologisch in der Lage, Missionen in entfernte Galaxien zu unternehmen. Der Spieler startet nach der Charakterauswahl (es wird am Anfang keine Klassen geben) damit, sich bei der internationalen Weltraumbehörde um einen Platz in einer Weltraummission zu bewerben. Je nach persönlicher Neigung stehen bereits hier zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, seinen Charakter entsprechend zu entwickeln (Kolonist, Techniker, Forscher, Pilot, Navigator, Unterstützungstrupp, Bauarbeiter, Journalist oder einfach nur als Raumfahrer). Die Entwicklung des Charakters folgt keinem festen Schema, sondern nimmt im Laufe der Zeit erst konkrete Form an. Dabei reguliert sich die Nachfrage nach bestimmten Spezialisierungen durch die Erfordernisse der Zeit und jeweiligen Mission selbst.

    Im nächsten Beitrag wird das Spielkonzept konkretisiert und das grafische Szenario erläutert.

    Das Zurückrudern von Blizzard in Sachen Real-ID (Klarnamen) im WoW-Forum vom heutigen Tag wirkt wie ein hilfloser Versuch, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen. Dieses Unternehmen hat seine hässliche Seite offenbart und seine nimmermüde Gier nach schonungslosem Profit der gesamten Welt-Öffentlichkeit drastisch offenbart.

    Endlich wird auch dem letzten WoW-Fan klar, worum es im Jahr 2010 eigentlich geht. Eine Aneinanderreihung von Maßnahmen, die bereits seit Monaten andauern:

  • Zwingende Verknüpfung mit Battle.net Account
  • Veröffentlichung von Ingame-Informationen im Arsenal
  • Zwingende Anerkennung von umfassenden Datenschutzeinwilligungen
  • Keine Online-Löschfunktion von WoW-Account und battle.net Account
  • Verlinkung von battle.net Account und Facebook (Social Profiling)
  • Geplante Veröffentlichung von Klarnamen
  • Das schlimme an der Sache ist, dass die Zielgruppe von WoW zum großen Teil minderjährig ist und in seiner Tragweite viele dieser Maßnamen nicht verstehen kann. Die Erziehungsberechtigten sind in diesem Maßnahmen-Dschungel heillos überfordert. Der Kollateralschaden für des Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen ist im Moment noch nicht zu überblicken.

    Es ist so geschmacklos und provozierend, dass man in seinen battle.net Account derzeit nur noch einloggen kann, wenn man eine umfangreiche Datenschutzeinwilligung akzeptiert. Tut man dies nicht, kann man noch nicht einmal mehr seine eigenen Daten einsehen bzw. bearbeiten. Ein Antrag auf Löschung der Daten wird vom Kundensupport mit abenteuerlichen Antworten behindert. Man will mit allen Mitteln vermeiden, dass Nutzer ihre Daten direkt löschen können. Die Anforderungen an eine Löschung (übrigens ein Anspruch der jedem nach BDSG gesetzlich zusteht) sind wahnwitzig. Man soll eine lange Liste von Informationen postalisch an eine Adresse in Frankreich senden nebst Kopie des Personalausweis. Dies sei angeblich das “Standardvorgehen”. In Wahrheit handelt es sich um den Verstoß gegen deutsches und EU-Datenschutzrecht. Diese Vorgehensweise eines US-Konzerns, aus einem Land, in dem Datenschutz ein “Fremdwort” ist, ist bereits aus anderen Wirtschaftszweigen hinreichend bekannt.

    Nachdem in Deutschland bereits strafrechtliche Ermittlungen gegen Facebook und Google aufgenommen wurden, scheint Blizzard bald der nächste Kandidat zu werden. Dass es bei Facebook unter dem Deckmantel des “Social Networks” letztlich nur im die massenhaften Gewinnung von Nutzerprofilen zum Zweck der zielgerichteten Vermarktung und Datensammlung geht, ist mittlerweile nicht mehr nur in informierten Kreisen bekannt. Sich an diesen Zug anzuhängen, sollte von mündigen Bürgern nicht toleriert werden.

    Um das Genre der MMO ist es im Moment mangels neuer Ideen ohnehin schlecht bestellt. Aktuelle und kommende Spiele von Blizzard werden wir künftig sehr kritisch betrachten müssen. Weiterhin sollte sich jeder Einzelne dringend fragen, wieviele Informationen er von sich freiwillig preisgibt. Einmal im Netz, für immer außer Kontrolle. Damit ist nicht zu spaßen.

    Wer sich selbst ein Bild über die Datenschutz-Richtlinien von Blizzard machen möchte, findet diese (natürlich jederzeit einseitig änderbaren) Bestimmungen hier.

    Man kann bereits gut erkennen, wie Blizzard die Verwendung der Daten beabsichtigt. Es wird immer von “nur mit vorheriger Einwilligung” gesprochen, was allerdings eine reine Farce ist, da man, wie oben beschrieben, ohnehin nur per Einwilligung überhaupt erst Zugriff auf den Battle.net Account bzw. WoW-Account erhält.

    Schliessen möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat aus den o.g. Datenschutz-Richtlinien zu dem sich jeder eine eigene Meinung bilden sollte:

    “Kinder im Alter zwischen 13 und 17 Jahren sollten ihre Eltern auffordern, diese Grundsätze hinsichtlich der Persönlichkeitsrechte zu lesen und sich mit uns in Verbindung zu setzen, wenn sie unsere Möglichkeiten zur Beschränkung von Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder irgendwelche Bedenken vortragen möchten.”

    Bei dem neuen MMO Moonbase Alpha soll es sich um ein realistisches NASA Erkundungsszenario handeln. Versprochen werden immersive 3D Grafik, Solo oder Teamplay und VOIP chat. Der Spieler soll in die Rolle eines Mitglieds eines Erkundungsteams schlüpfen, welches sich in einer futuristischen 3D Mondlandschaft und Mondkolonie bewegt. Auftrag soll die Wiederherstellung missionskritischer Systeme sowie der Sauerstoffzufuhr sein, welche nach einem Meteoriteneinschlag beschädigt wurden. Sonnensegel und lebenserhaltende Systeme sollen wieder aufgebaut werden.

    Das NASA Teaser Video gibt es hier.

    Das Spiel selbst wird auf dieser Seite erhältlich sein.

    Wer sich fragt, was ich die letzten neun Monate eigentlich gemacht habe: Die Antwort ist recht einfach, gelesen. Einfach nur gelesen. Oft ging es mir so, dass ich bei anderen Bloggern genau das gelesen habe, was ich seit langem selbst zu Papier bringen wollte. Warum dann alles wiederholen? Mein Eindruck war, dass die deutsche MMO-Szene sich mehr mit der Gegenwart beschäftigt, viele Blogs zu aktuellen MMOs, Guides, Stories und News. Richtige Visionäre sind mir selten untergekommen. Ganz anders bei unseren US-Kollegen. Uns so möchte ich Euch heute einen (leider) englischsprachigen Blog vorstellen, der sich sehr intensiv mit der Zukunft von MMORPG-Design beschäftigt:

    http://www.wolfsheadonline.com

    Wolfshead bringt die Dinge meist sehr gut und präzise auf den Punkt. Lesenswert sind aber auch die Beiträge seiner Leser. Es entickelt sich so langsam eine MMO Game Design Philosophie. Gerne würde ich manche dieser Themen auch mit deutschen MMO-Fans diskutieren. Insbesondere z.B. den ewigen Zwiespalt zwischen Kommerz und Kreativität.

    Zugegeben, die Schockstarre hat etwas länger angehalten, als mir lieb war. Eine Blogpause dieser Länge ohne wirklich inaktiv zu sein, gibt zu denken. Nachdem ich heute den Spam-Ordner dieses Blogs von über 1000 Kommentaren geleert hatte und sich dabei kein einziger richtiger Kommentar fand, wird es Zeit für einen Aufruf an alle Leser. Kommentiert was das Zeug hält, einer muss den Anfang machen. Als Belohnung winkt eine Extra-Erwaehnung in meiner Blogroll.

    Wir brauchen Ideen. Wir brauchen Visionen!

    Ursprünglich war das von NetDevil in der Entwicklung befindliche Jumpgate Evolution (JGE) für Sommer 2009 angekündigt. Diesem Termin gingen bereits zahlreiche Release-Verschiebungen voran. Im Juni 2009 wurde dann eine weitere Verzögerung bis September 2009 angekündigt, weil das Spiel noch nicht den letzten Schliff haben soll. Die Geduld der Fans schien bereits ziemlich aufgebraucht, wie man aus zahlreichen Foren-Beiträgen lesen konnte.

    Und nun, Mitte September 2009 stellt sich heraus, dass JGE “definitiv nicht mehr 2009″ kommen wird. Allerdings nicht in Form einer offiziellen Mitteilung, sondern über 5 Ecken und Interviews. Diese Art der Informations- und Releasepolitik ist nicht gerade das Gelbe vom Ei.

    Am Ende bleiben hoffentlich nicht nur noch die eingefleischten Jumpgate-Fans übrig, denn JGE wird selbst für Veteranen des Vorgängers Jumpgate Classic (JGC) zur Geduldsprobe.

    Das derzeit bei Blizzard in Entwicklung befindliche Next Gen MMO soll sich signifikant vom WOW-Konzept unterscheiden. Es wird sich nicht um ein Konkurrenzprodukt zur Warcraft-Reihe handeln und soll auf einer ganz neuen Idee aufbauen. Inhaltliche Aussagen sind leider noch Mangelware. Zumindet das, was man auf der Blizzcon verlauten lässt, klingt aber sehr pathetisch:

    „We’re intending to create a game experience that is unlike anything that has ever been done before. Something that I think takes things far beyond what anyone has imagined and certainly anything anyone has executed.“

    Hört hört! Das setzt die Messlatte auf ein bisher nicht gekanntes Niveau. Wer den Mund so voll nimmt, der ist entweder komplett größenwahnsinnig oder hat verdammt gute Argumente in der Pipeline. Naja, Sams ist bei Blizzard für das Marketing verantwortlich, nicht für die Entwicklung.

    Quelle: Blizzard COO Paul Sams im Interview mit dem Wired Magazine auf der Blizzcon: http://www.wired.com/gamelife/2009/08/blizzard-co-interview/

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